Keine zehn Minuten vom Kölner Zentrum entfernt, im alten Stadtteil Köln Süd, betritt der Besucher einen romantischen Garten. Durch das alte Tor fällt der Blick auf spielende Kinder und einen blühenden Apfelbaum. Ein weiterer Blick durch die Terrassentür eröffnet dann die Sicht auf einen Schnittraum vom Feinsten: Die Firma viergrad setzt in romantischem Ambiente Maßstäbe in Sachen Ästhetik.
Viergrad, das sind drei Schnitträume, zwei kreative Macher und eine Kaffeemaschine unter Hochdampf. Unter den wachen Augen von Sascha Ulhaas und Franz Schneider, den beiden Inhabern des Produktionshauses viergrad, entstehen Fernsehbilder, die jedem Zuschauer bekannt sein dürften: Ob "Tor der Woche" in der ARD, über Motorsporttrailer auf RTL bis hin zu Magazinbeiträgen und Reportagen für Stern TV - all das findet zu großen Teilen seine endgültige Form in Köln mit Hilfe von Kaffee, Kreativität und dem richtigen Equipment. Die Inhaber des Produktionshauses legen dabei auf eine angenehme Arbeitsatmosphäre eben so viel Wert, wie auf eine optimale Ausrüstung. Optimal bedeutet in diesem Fall: Die Systeme basieren alle auf Final Cut Pro von Apple.
Seit zwei Jahren sind die beiden Kölner Ulhaas und Schneider nun mit ihrem Konzept und ihrem Equipment erfolgreich selbständig. Fundierte Kenntnis der Branche und die entsprechenden Kontakte waren natürlich die Grundvoraussetzungen um eine eigene Produktionsstätte aufbauen zu können. Beide kannten sich aus langen Jahren gemeinsamer Arbeit und beschlossen, sich auf eigene Füße zu stellen. Das Wichtigste, das Know-how, war in ausreichendem Maß vorhanden. Sowohl was die Video-Szene, als auch die zur Verfügung stehende Maschinerie anbelangt. Doch alle Varianten von Schnittsystemen zu kennen und das Risiko einer Anschaffung selbst zu tragen, sind eben doch grundverschiedene Dinge. Die Entscheidung wurde daher seinerzeit nach gründlicher Überlegung, aber einstimmig auf der IBC 2002 getroffen: Final Cut Pro war die optimale Wahl für die anstehenden Jobs. Schnell musste es sein, flexibel in der Konfiguration und bezahlbar. Genau diese Anforderungen wurden damals wie heute von Final Cut Pro erfüllt. „Vor allem die absolute Freiheit bei der Wahl der Video-Hardware hat uns damals überzeugt und überzeugt uns auch heute noch“ so Sascha Ulhaas. Dem ersten Schnittplatz, basierend auf Final Cut Pro, einem Apple G4 Dual 1000 Mhz und mit einer Pinnacle CineWave Karte, folgte rasch ein zweiter Platz.

Die Aufträge für die ersten Jobs waren da, aber die ersten Resultate mussten natürlich zu einhundert Prozent stimmen, damit auch weitere Aufträge folgen konnten. Und sie stimmten. In Folge dessen konnte der Saarländische Rundfunk mit den Vorberichten zur "Tour de France" für die ARD gewonnen werden. Durch hervorragende Arbeit kamen mehr und mehr Jobs dazu. Passend zur Schnelligkeit von Mensch und Ausstattung übernahm viergrad bald regelmäßig Jobs mit schnellen Autos und rasanten Motorrädern in Form von aufwändigen Trailern und Teasern für RTL Sport.
Auf etliche Aufträge können sich die Kölner nun schon fest verlassen, aber auch wenn ein Kunde spontan unterm Apfelbaum steht, ist das überhaupt kein Problem: Viergrad arbeitet in drei Schnitträumen parallel. Die beiden größten Schnittplätze sind inzwischen mit Apple G5 Rechnern ausgerüstet, wodurch die Kölner sogar noch effektiver kostbare Arbeitszeit sinnvoll nutzen konnten: Die Rechenarbeit für die Echzeit-Effekte kam anfänglich noch von der Pinnacle CineWave Karte; diese Arbeit wird inzwischen von den beiden G5 erledigt. Durch diese höhere Rechenleistung konnte bei den neuen Systemen eine Videokarte eingeplant werden, die nur einen Bruchteil der Pinnacle-Karte kostete. Sprich: mehr Leistung auf preiswerteren Systemen. Um komplett entspanntes Arbeiten zu ermöglichen und um auch gestressten Kunden ein ruhiges Ambiente zu bieten, wurde alles was unnötige Geräusche verursacht, ausgelagert.
Die Auftragslage ist gut, die Zukunftsaussichten viel versprechend. Trotzdem verneinen die Kölner die Frage, ob es denn jetzt nicht an der Zeit wäre das System zu wechseln und auf etwas Hochpreisigeres zu setzen. "Die Entscheidung für ein im Vergleich sensationell effektives System wie Final Cut Pro hatte und hat nicht nur finanzielle Gründe. FCP Pro HD ist ein gut durchdachtes Konzept, das mir in Soft- und Hardwarefragen in allen Richtungen genügend Freiheit lässt.“ so Ulhaas. „Es ist schlichtweg »die Alternative«, um auf hohem Niveau formatunabhängig Video zu produzieren. Die Formate greifen alle ineinander, auch DVD-Produktionen sind problemlos zu bewältigen. Sobald ein neues Update vorliegt werden wir informiert und können es uns aus dem Internet laden, nur bei Major-Updates kommen geringe Kosten auf uns zu. Diese Produktpolitik finden wir einfach hervorragend. Ein Wechsel käme für uns unter keinen Umständen in Frage.“
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Zu Besuch bei viergrad
Mit Apfelbaum und Final Cut Pro
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Werkzeuge der Branche
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Equipment bei viergrad
Schnittplatz 1+2:
- Power Mac G5 Dual 2 Ghz
- Blackmagic Decklink Extrem (SDI IN - OUT / Component In-Out)
- Beide Rechner teilen sich das Xserve RAID 1,8 TB via Fibre-Channel.
Schnittplatz 3:
- Power Mac G4 Dual 1,25 GHz
- Pinnacle Cinewave RT Pro (SDI IN - OUT / alle gängigen Analog Ein- und Ausgänge).
- 2 Medea RTS 320 Gb Raids zu 640 GB gestrippt betrieben an einem Atto UL3D Dual SCSI-160 Controller.
An allen Schnittplätzen:
- Final Cut Pro HD
- Sony Component-Monitor PVM 14-L2
- Genelec 1029A
- RTW 1206
Videomaterial kann von jedem Schnittplatz aus mit einem Sony J-3 Player via SDI und embedded Audio in den jeweiligen Rechner eingespielt werden. Die Ausspielung eines Masters geschieht über eine DVW-500 die sich ebenfalls im Technikraum befindet. Als weitere Zuspieler stehen noch eine UVW-1600p und eine DV-Maschine zur Verfügung. Alle Video, Audio und Datenleitungen für die 3 Schnittplätze können aus dem Technikraum heraus geroutet werden. Bis auf Monitore, Keyboard, Lautsprecher, Mixer und das RTW befindet sich die ganze Technik in einem abgeschirmten Raum.

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